Mittwoch, 11. Juli 2007

Panda

Ich dachte ja immer, dass Koalas das beste Leben und den gemütlichsten Tag hätten. Aber am Wochenende haben wir die Steigerung dazu gesehen: die grossen Pandas in Chengdu.

Nicht nur, dass die Kollegen sich kaum bewegen oder was tun; nein, wenn es draussen heiss ist (ca ab 30Grad Celsius), dann bleiben die drinnen in ihren klimatisiserten Käfigen! Wie cool ist das denn? Daher auch die mässige Qualität der Bilder, die sind alle durch eine Glasscheibe entstanden.




Pandas leben auf einer "Diät" wie Koalas: 95% ihrer Nahrung ist Bambus, und von den über 200 Bambusarten essen sie nur 20. Wählerisch also auch noch. Dafür dann 20kg pro Tag. Sie wiegen ausgewachsen bis zu 160kg und die Neugeborenen gerade mal 110g im Durchschnitt! Im Sommer leben sie normalerweise auf 2700m bis 4000m Höhe.


Abgesehen von den grossen Pandas, gibt es im Panda Reasearch and Breeding Centre in Chengdu noch die roten Pandas. Die können mit der Hitze etwas besser umgehen und strollten auch draussen rum.

Der ganze Park rund um das Research Centre ist sehr schön und hat zum Glück viel Schatten geboten, was wir bei 39Grad auch wirklich genutzt haben.

Dienstag, 10. Juli 2007

Chenglische Schilder

Mal wieder ein paar schöne Schilder, die wir am Wochenende auf unserer Tour nach Chengdu entdeckt haben.

Das erste Schild sahen wir direkt an der Grenze zwischen Chongqing und Sichuan. Sichuan ist die Nachbarprovinz, zu der Chongqing früher mal gehört hat. Da waren wir ja erst mal beruhigt, dass am Wochenende nichts mehr passieren würde.


Und dass die Chinesen das mit den Warnungen ernst nehmen, haben wir auch im Park eines Tempels gesehen. Auch wenn wir die Zeichen nicht lesen konnten, kommt die Nachricht ziemlich gut rüber.

Nach dem Tempelbesuch überkam uns der kleine Hunger, aber dieses Schild hat uns dann doch ein wenig abgeschreckt.
In Chongqing nennen wir das Zeug beim Namen: Stinky Tofu!

Dafür hat man in Chengdu erkannt, dass ein wenig Ordnung im Strassenverkehr auch von persönlichem Nutzen sein kann.
They parked in good order and lived happily ever after...

Und zum Abschluss noch ein Geschäftsbanner.

Die Erklärung dafür ist relativ simpel: die Chinesen haben traditionell von rechts nach links geschrieben und machen das hin und wieder bei Geschäften oder Inschriften immer noch. Na, jetzt klar, wie der Laden heisst?

Freitag, 6. Juli 2007

Nine Million Bicycles

Demnächst sollen ein paar Chinesen aus Ninas Projekt für ca 3 Monate nach England zu einem Training gehen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie die Leute jeden Tag vom Hotel zur Arbeit und zurück kommen sollen. Auto mieten und fahren wurde sofort abgelehnt. Jeden Tag mit dem Taxi zu fahren, würde auf 3 Monate natürlich sehr teuer werden. Also kam man auf die Idee, dass die Chinesen doch einfach mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren könnten. Eine ebenso simple wie geniale Idee. Also wurden die Kosten für Fahrräder ermittelt und den Chinesen mitgeteilt, und alles unter Dach und Fach gebracht. Dann gab es nur noch eine abschliessende Frage der Chinesen an ihren Ansprechpartner in England:

"And I also want to know is there any traffic rules we need to abide if we use a bicycle?"

Mittwoch, 4. Juli 2007

1 Jahr

Noch nicht ganz, aber sind nun fast genau ein Jahr in China! Vor genau einem Jahr waren wir ein wenig im Pack- und Umzugsstress. Hasenkamp räumte die Wohnung leer, und ständig mussten wir noch spontan entscheiden, das Teil geht mit oder wird eingelagert. Im nachhinein können wir nur sagen, dass wir viel zu viel mitgenommen haben. Oder wie Arndt es mal ausdrückte, wir seien ISE Amateure!

Man versucht die vergangene Zeit an bestimmten Veränderungen festzumachen, und da bieten sich doch die chinesischen Baustellen geradezu an, oder?

Nehmen wir mal das neue Shanghai World Financial Centre, kurz SWFC. Bei unserem ersten Besuch im April 2006 waren gerade mal die ersten paar Etagen in Beton gegossen. Und wir hatten dieser Baustelle damals auch keine grosse Beachtung geschenkt - deswegen nur dieses eine Bild mit dem verdorrten Baum im Vordergrund.


Im Februar diesen Jahres war die Spitze schon auf Höhe der Aussichtsetage (88. Stock) des Jinmao Turms.
Und jetzt im Juli 2007 kann man schon die grobe Form der Spitze erahnen - das Ding wird mal wie ein Flaschenöffner aussehen. Die Fassade ist schon fast komplett verglast, bis auf die Stellen, an denen die Lastenaufzüge befestigt sind.


Tja, und von der reinen Höhe ist der Jinmao Turm bereits überholt.


Und in 2008 soll das SWFC dann fertig sein; dann können wir da dann Bilder auf den Jinmao hinunter machen!

Dienstag, 3. Juli 2007

Chinesischer Besuch

Wir hatten nun zum ersten Mal "richtigen" chinesischen Besuch bei uns. Unsere Chinesischlehrerin, die anscheinend jeden kennt, hat mir den Kontakt zu einem (Hobby-) Fotografen hier in Chongqing vermittelt. Und so haben wir ihn und noch eine weitere Bekannte eingeladen.

Dazu haben wir natürlich erst mal einen Crashkurs in Chinesischer Verhaltensweise bekommen:
  • Wenn man für die Zeit nach der Arbeit einlädt, dann muss man auch für ein Essen sorgen. Das ist nämlich die typische Zeit, zu der zu abend gegessen wird.
  • Natürlich muss man auch eine ausreichende Menge an Essen und Getränke auffahren - ansonsten verliert man als Gastgeber ja sein Gesicht.
  • Wir hatten mal auf Verdacht alles gemacht: eine Suppe, Vegetarisches mit und ohne Fleisch (Haha!), Nudeln, und Nina hatte natürlich einen Nachtisch gezaubert.
Das ganze war sehr lustig und eine schöne Erfahrung. Unnötig zu erwähnen, dass der Fotograf natürlich Köln und die Photokina kannte und auch schon dort war.

Hintergrund für das Treffen war, dass ich ein paar Bilder zeigen und die Reaktion sehen wollte. Das hat grossen Spass gemacht, und ich denke, dass ich mit denen auch mal auf Fotosafari gehen werde. Nach viel Diskussion ist dann auch ein schönes Layout für meine Chongqing Collage herausgekommen.
Die Teilbilder:
Links: Ein Denkmal in Chongqing für die Bergstadt (ein Name für Chongqing)
Rechts: die Kleinen Drei Schluchten (Lesser Three Gorges)
Mitte von oben nach unten:
-Simsfiguren in CiQiKou und Neubauten jenseits des Jialing
-Chongqing Nightview
-Chongqing Hotpot mit den ganzen Lecker- und Innereien
-eine der Yangtze Brücken

Und persönllich gefiel ihm mein Bild der Zeitung lesenden Männer mit am Besten:

Freitag, 29. Juni 2007

Fast fertig.

Anfang März hab ich Bilder von einer der aktuellen Brückenbaustellen gezeigt (hier klicken), auf denen noch nicht klar war, wie die Auf- und Abfahrten gestaltet würden. Nun, ein Kreisel ist fertig, und der erinnert mich doch stark an einen (Zug-) Kreisviadukt in Italien. Nur, dass die Strasse hier in ca 30m Höhe auf Stelzen steht. Man beachte auch die Gerüstkonstruktion, die am rechten Rand noch zu erkennen ist. Lange kann es nicht mehr dauern, bis man da drüber fahren darf. (Und dann sind wir in 5 Minuten in der Metro...!)

Freitag, 22. Juni 2007

Bilderflut

Die Glasmacherin und die Wachmänner von gestern und noch viele andere, die ich in China bei der Arbeit abgelichtet habe, findet Ihr hier: Klick.

Die Glücksbringer

Oder: Wie sieht ein Familienunternehmen aus?

Dieses Jahr ist nach dem Chinesischen Kalender das Jahr des Schweins, und somit sind alle Glückssymbole dieses Jahr Schweine. Also gab es auf diversen Märkten Schweine in allen Variationen, aus allen Materialien und vor allem in allen Farben (!) zu kaufen - in Plüsch, Plastik oder Gummi, in rot, rosa oder pink.

Und aus Glas. Da gab es einen Stand, da wurden diese Schweine on-demand hergestellt. Man konnte sich also Form und Farbkombination selber wünschen und zugucken.



Aus verschiedenfarbigen Glasstäben wurden zuerst der Körper und dann Füsse, Schnauze, das Ringelschwänzchen und natürlich die Ösen für die roten Bommel und den Aufhänger geformt.


Die Mutter im Unternehmen hat dann die roten Aufhänger und Bömmel angetüddelt.

Und der Vater war für Verpackung und Verkauf zuständig - was man als Familienoberhaupt halt so macht.

Und natürlich hat das auch ein paar Zuschauer angezogen.

Und so sehen sie fertig aus:

Donnerstag, 21. Juni 2007

Sei wach, Mann!

Das Tor ist ja zu, da kann schon nix passieren, haben die Beiden sicherlich gedacht.

Dienstag, 19. Juni 2007

Herzlichen Glückwunsch Chongqing!

Chongqing ist gestern 10 geworden. Richtig gelesen: "zehn". Vor 10 Jahren hat CQ den Status D.C.M. (Direct Controlled Municipality) bekommen und steht damit direkt unter der Verwaltung der Volksrepublik. Seitdem ist CQ die kleine 32 Millionen Gemeinde am Yangtze.

Das wurde hier natürlich kräftig gefeiert. Zum einen hatten die meisten Betriebe zu. Alle? Nein, ein kleiner unbeugsamer Automobilhersteller am Rande CQs liess seine Leute antanzen.

Aber abends gab es insgesamt 9 grosse Feuerwerke in der Stadt. Deswegen wurden ab ca. 17:00 Uhr alle wichtigen Strassen gesperrt, damit man nur ja nicht in die Nähe eines der Feuerwerke fahren konnte. Zum Glück stand das in der (chinesischen) Tageszeitung! Wir also mutig gegen 20:00 Uhr losgefahren und sogar bis auf Schallreichweite herangekommen - laut war es. Nun war aber in den letzten Tagen immer recht nebliges / wolkenverhangenes Regenwetter. Oder anders ausgedrückt: die Sicht war quasi gleich null. Als die Ballerei aber losging, blieben alle Chinesen (und wir notgedrungen auch) da stehen, wo sie gerade waren, und so wurde aus der vierspurigen Strasse ein Riesenparkplatz. Man konnte in der Ferne dann ein paar der Feuerwerkskörper erahnen, aber das war es auch schon. Als dann nach einer halben Stunde der Abschlussknall kam, sprangen alle wieder in ihre Autos und fuhren nach Hause!