Mittwoch, 6. September 2006

Durchsicht bewahren

Da poltert es doch letztens vor unserem Fenster, und wir dachten schon, daß jemand versucht bei uns einzusteigen (jetzt , wo wir die wertvolle Fracht erhalten haben):


Und im Geiste bereiteten wir uns schon auf die mögliche Abwehr vor:


Aber Entwarnung, es waren nur die Fensterputzer:


Und ja, die Jungs hängen an diesem einen Hanfseil vom Dach des Hotels runter. Ohne weitere Sicherung!! Tja, und eines scheint überall auf der Welt gleich zu sein: Wenn man Fenster geputzt hat, dann... (das ist die nächste Geschichte).



Zu den anderen beiden Gestalten: Die stehen am Überrest der alten Stadtmauer in QiXingGang und stellen wohl eine Belagerungsszene dar. Leider sind alle Hinweisschilder ausschließlich in Chinesisch.

Montag, 4. September 2006

Neulich im Nagelstudio






Aber ich verrat nicht, wie Nina gerade herum läuft...

Samstag, 2. September 2006

chinesisches Hochzeitsbankett

Nein, keine Sorge, Ihr habt keine Feier von uns verpaßt!

Aber wir haben heute mal kurz Einblick in eine chinesische Hochzeitsfeier bekommen. Einer der großen Ballsääle hier war für ca 300 Leute eingedeckt (sehr viel rosa!!) mit einem großen rosa Banner an einem Saalende auf dem groß "Wedding" (kein Scherz!) stand. Am anderen Ende hing die große Leinwand.

Ganz groß in Mode ist hier anscheinend "western style wedding", also die Braut im langen weißen Kleid.

Eingeladen wurde für 12:00 Uhr mittags und ab ca 11Uhr trudelten (lautstark) die Gäste ein, die sich erst einmal registrieren mußten. Das heißt in China soviel wie "das Geldgeschenk abgeben". Der Ablauf der Feier wird dann in etwa so aussehen: Um 12Uhr beginnt die Zeremonie (vermutlich die nachgestellte Hochzeit); um 12:30 wird das Essen aufgefahren und ca eine Stunde gegessen. Dabei wird natürlich viel getrunken - auf jedem Tisch standen schon eine Flasche Wasser, Cola und Schnaps. Um 14Uhr ist die Feier vorbei und die Leute gehen nach Hause! Zwei Stunden scheint so eine magische Zeit zu sein, Ihr erinnert Euch, das Bierfest ging auch nur von 20 bis 22 Uhr.

Das Essen wird dabei immer in die Mitte jedes Tisches auf große Drehteller gesetzt, und jeder bedient sich nach herzenslust mit seinen Stäbchen. Laut dem Chefkoch sieht der Saal danach aus "wie Bombe eingeschlagen".


Der engere Familienkreis (50Leute) sitzt danach allerdings noch zum Mahjongg zusammen und ißt abends gemeinsam.


Is nix mit Tanzfete oder so...

Mittwoch, 30. August 2006

Waschtag

...oder besser: Wo trocknet man die Wäsche?

Bei den hohen Temperaturen und der (noch) geringen Luftfeuchtigkeit bietet sich der Balkon -so vorhanden- genau wie bei uns zum Trockenen an. Das gibt dann die klassischen Stadtansichten:





Und hin und wieder sieht man mal eine einsame (vergessene?) Hose...



Leute im Erdgeschoß benutzten natürlich die Straße als "ihren Balkon" - ungeachtet aller Fußgänger, den Garküchen oder den stinkenden Dieseln.





Hat man einen höheren Baum "zur Hand", dann ist das bestimmt besser als direkt am Straßenrand.



Wenn nicht, muß man ggfs auf den Hinterhof ausweichen.



Aber was macht man bei den modernen Wolkenkratzern mit Glasfront und ohne Balkon? Da gibt es einen einfachen Trick:

Dienstag, 29. August 2006

Ja ist denn schon Weihnachten?

Heute ist unsere Luftfracht angekommen!!

Ihr erinnert Euch, der Teil der Fracht, der nach zwei Wochen hier sein sollte. Allerdings fehlt eine der Kisten, und wir versuchen noch raus zu kriegen, was eigentlich fehlt. Außerdem müssen wir einen Platz finden, das ganze auch unterzubringen - die paar Signum Hemden z.B.!

Jedenfalls hat Nina einen kleinen Vorrat an Sagrotan bekommen, ihren geliebten Fön, Michi den Rest seiner Foto- und Computerausrüstung und -gaaanz wischtisch- Kölschgläser. OK, es gibt kein Kölsch in Chongqing, aber ein paar schöne Gläser zu haben kann ja nicht schaden!

Zur Geschichte: Beim Packen hatte man uns noch versichert, daß die Luftfracht ca zwei Wochen nach uns in China eintreffen würde. Von anderen Expats hatten wir schon gehört, daß dieser Wert mit Vorsicht zu geniessen ist. Und als wir hier ankamen ging es dann erst so richtig los: Der eine sagte, daß wir das Resident Permit brauchen, ein anderer hatte seine Fracht aber auch mit dem Business Traveller Visum bekommen. Dann hieß es, wenn das Visum in Shanghai von Ford beantragt würde, dann müßte auch unsere Adresse in Shanghai sein, damit wir die Fracht bekommen. Irgendwie hat es dann doch alles geklappt und nach nur 7 Wochen ist schon alles hier.

Sonntag, 27. August 2006

Weiterschlafen

Bei unserer wochenendlichen Tour sind uns noch drei Schlafende vor die Linse gekommen, die mußte ich unbedingt noch nachliefern.



Oben Mutter und Kind vor ihrem kleinen Kleiderladen; und unten einen Bang Bang Mann, der auf seinem Tragestock balancierend an eine Glastür gelehnt schläft. Genial, oder?



Auf unserer Tour sind wir an lecker aussehenden und gut duftenden Backwaren vorbei gekommen. Das Ambiente des Ladens drumherum war allerdings nicht ganz so, wie sich das ein westlicher MAgen vorstellt.



Da kommt dann auch bei einem solchen Fleischhändler nicht wirklich Vertrauen auf; vor allem wenn man weiß, daß das Fleisch den ganzen Tag bei weit über 30Grad draußen hängt. (Oder ist das dann gut abgehangenes Fleisch??)



Da kann es auch das gut aussehnde Obst und Gemüse dieser "fliegenden" Händler nicht mehr rausreissen.




Und zum Schluß mein absolutes Highlight:



Dieser Bang Bang Mann hat tatsächlich einen lebendigen Hahn "am Haken", hat in der anderen Hand ein Handy und ist auf dem Weg zum Geldautomaten der Agricultural Bank of China.

Freitag, 25. August 2006

Sleeping in China

(angelehnt an eine Bilderserie von Michael Wolf "Sitting in China")

Chinesen scheinen immer und überall schlafen zu können. Sobald sich eine (Sitz-) Gelegenheit bietet, wird ein kurzer "Power Nap" genommen.



Zu Hause kann man sich ja mal gemütlich auf dem Stuhl ausruhen. Aber man sieht sie auch in der Hotellobby und an Straßenständen - wunderbar gekühlt durch den Ventilatoorrr...



Verkäufer(innen) schlafen aber auch auf -in unseren Augen- eher ungemütlichen Klappstühlen.



Da verwundert es dann nicht, daß man sich auf Parkbänken nicht hinlegt, sondern (platzsparend?) aufrecht sitzt beim Schlafen.



Auch Verkaufstheken sind wunderbare Kopfkissen - leider ist dieser Schnappschuss mächtig verwackelt, weil der gute Mann dann doch aufwachte. Also scheinen die Chinesen doch einen leichten Schlaf zu haben - schließlich soll der Laden ja auch nicht ausgeraubt werden.



Und einige sind wahre Akrobaten im Schlaf - so sind Motorräder wunderbar dazu geeignet, sich in der Mittagspause auszuruhen.




Dabei sind Matrazen und Kopfkissen doch so wunderbare Erfindungen...

Donnerstag, 24. August 2006

Rückwärts?

Da gehen wir nichts ahnend durch die Stadt, und es kommt uns jemand rückwärts gehend entgegen. Nur seiner Ferse folgend ohne sich umzudrehen einfach rückwärts gehend!

Das ist uns mittlerweile ein paar mal geschehen und nicht nur in Parks oder auf ruhigen Seitenstraßen sondern durchaus auch im dicksten Verkehr.

Also ein wenig Recherche betrieben und siehe da, Rückwärtsgehen ist ein Art von Entspannung! Moment mal, Entspannung?? Nachdem wir den Verkehr hier ja nun kennen, können wir uns nur schwer vorstellen, wie das Entspannen soll, wenn man ohne zu gucken einfach in eine Richtung läuft. Ich stell mir das ähnlich entspannend vor, wie die A5 zu kreuzen! Aber in der Tat, die anscheinend "leichteste Beute" im Straßenverkehr wird von allen anderen Fußgängern, Mofa- und Autofahrern ohne Murren umkurvt!

Aber selber probieren? Och nö...

der Blog

Ein paar Worte zum Weblog: Wir haben mittlerweile 50 Rückmeldungen per E-Mail bekommen, darunter auch Leute, die wir gar nicht kannten.

Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, hat sich rechts untern den Links einiges getan.

Erst mal die Karte am unteren Rand: Die zeigt, wo Leute unseren Blog lesen. Hiermit viele Grüße nach Down Under (G'day BJ, G'day Ossi), den Kanaren (Hola Trixi), Nordamerika (Hello Ilse) und natürlich nach Hause. Außerdem ist da noch ein Counter eingebaut, der uns sagt, daß von Montag bis heute (Mittwoch abend) 212mal die Seite aufgerufen wurde.

Dann sind dort Links zu ein paar Bildern und den Weblog von Arndt, einem Expat, der in Chongqing im Intercontinental Hotel arbeitet. Dann den Weblog von Sven, der zur Zeit in Qingdao lernt und arbeitet und vielleicht bald zum Studieren nach Chongqing kommt. Und natürlich den Link zu unserem Bilder Kontest.


Auf diesem Wege nochmals vielen Dank für all das Feedback, das wir bekommen.

Samstag, 19. August 2006

Kultur - schon wieder?

Wir waren gestern im Konzert, nicht bei den Black Eyed Peas oder bei Robbie, nein in einem klassischen Konzert.

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Ja, richtig gelesen: Michael war zum ersten Mal in einem klassischen Konzert. Es spielte das Asian Youth Orchestra Stücke von Howard Hanson, Samuel Barber und Antonin Dvorak. Und Hanson hat mir sogar gut gefallen! Einige kennen ihn bestimmt unbewußt, weil seine Musik im SciFi Film Alien genutzt wurde.

Abgesehen von der Musik, gab es am Eingang ein paar Verhaltensregeln, quasi die 10 Gebote. Unter anderem stand dort:
-Handys sind auszuschalten (Wie, da gibt es einen Schalter für?)
-Spucken verboten (Ja, aber wenn ich doch was im Hals habe?)
-Möglichst nicht Husten (OK, das ist ja quasi kein Verbot!)
-Essen und Trinken nicht erlaubt.
-Fotografieren verboten.
-Nicht durch die Gänge gehen oder laufen.
-Nur Klatschen, wenn das Orchester aufsteht und sich verneigt.

Vermutlich wollte man mit letzterem Vorbeugen, daß mitten im Solo losgejubelt wird. Unnötig zu erwähnen, daß wären des Konzerts Handys klingelten, gespuckt und mit Chipstüten geraschelt wurde; daß Leute die ganze Zeit kamen und gingen. Einmal hat der Dirigent sich auch umgedreht und einen Angerufenen böse böse angeschaut. Hatte aber nicht wirklich einen Effekt.

Schön war auch der Gong, der die Pause beendet: klang wie eine Mischung aus Schulglocke, Kasernenhof und Feueralarm - erfüllte aber aufgrund der schieren Lautstärke seinen Zweck!


Und es tut uns leid zu berichten, daß lediglich ein Chinese mit Kontrabass dabei war. Abel dlei Japanel ...