Sonntag, 16. Juli 2006

der Verkehr in CQ und "wie rufe ich ein Taxi"

Das alles beherrschende Auto hier, sind die gelben Taxis - kleine Suzukis, ähnlich unserem Suzuki Swift, allerdings als Stufenheck.



Man bezahlt für eine Fahrt, die ca 15min quer durch die Stadt geht, 7 oder 8RMB, was also weniger als ein Euro ist. Die Wagen haben weiße Sitzbezüge und die werden anscheinend täglich gewechselt, denn der Wochentag ist auf ihnen aufgedruckt. Ein Taxi zu rufen ist eigentlich genauso einfach wie bei uns. Nur muß man schnell sein, daß sich kein Chinese schnell vordrängelt. Denn wer zuerst drin sitzt, der hat gewonnen, und nicht der, der das Taxi anhält. Und man muß wissen, daß die Taxifahrer mit unseren Namen für die Hotels nix anfangen können - man sollte eine chinesische Visitenkarte haben oder den chinesischen Namen des Hotels kennen.


Fahrräder sieht man hier kaum - dafür ist die Stadt zu hügelig und man greift hier direkt auf irgendwas mit Motor zurück. Daher vermutlich auch die 1a Luftqualität.

Ein Blick auf eine der Jangtze Brücken:



Und dann haben wir doch noch ein Cabrio gesehen (natürlich geschlossen!) - und nicht irgendeinen, hinten stand was von AMG drauf. Hat das was zu bedeuten?

Samstag, 15. Juli 2006

Wie kaufe ich einen Akku - Teil 2

Da wir nicht wissen, wann unser restliches Shipment hier eintrifft, brauch ich wirklich einen Akku für die Kamera. Also, zweiter Versuch in einem anderen Laden (in den ersten trau ich mich jetzt nicht mehr). Und in der Tat, da liegt der Akku im Regal. Ein freundlicher Verkäufer kommt angerannt, der genauso viel Englisch kann, wie ich Chinesisch. Aber mit Hilfe eines Taschenrechners zeigt er mir, daß der Akku 280RMB kosten soll. Ich also genickt, er holt ihn aus dem verschlossenen Regal und füllt einen kleinen Zettel aus:



Im wesentlichen steht dort das Datum, der Preis und die Beschreibung (BP511A). Mit diesem Zettel (und den zwei Durchschlägen) ist er dann mit mir zur Kasse. Dort erst mal anstehen und bezahlen. Die Kassiererin haut dann auf jeden Durchschlag zwei Stempel (der runde, und der Text unten quer) und reisst vom Endlosdrucker meine Quittung ab:



Die natürlich nochmal gestempelt wurde (das rechteckig rechts). Wichtig in China ist immer die sog. "Fa Pio", der ovale Aufdruck oben auf der Quittung. Nur mit diesem Aufdruck ist die Rechnung "gültig" und kann z.B. abgesetzt werden.

Jetzt ging der Verkäufer wieder mit uns zurück zum Thresen und -das ist das Beste- holt aus einem abgeschlossenen (!) Fach eine Plastiktüte raus, in die er den Akku packt.

BTW: 280RMB entsprechen etwa 30EUR (der Einfachheit rechnen wir noch 1:10) und ist damit sogar noch billiger als die Fakes bei uns!

Freitag, 14. Juli 2006

Daran muß man sich erst gewöhnen...

...ein paar befremdliche Situationen (und das erst von einem Tag!):

Chinesisch für "Haben wir nicht"
: Ich brauche einen neuen Akku für meine Kamera und hab in einem Elektronikladen auch die Theke mit den ganzen Fake-Akkus gesehen. Natürlich fehlte meiner, aber ein freundlicher Verkäufer, der sogar Englisch sprach, kam und fragte, was ich suche. Ihm also erklärt, und er hat auch nochmal gesucht und nichts gefunden. Dann hat er eine Kollegin auf Chinesisch was gefragt, die nickte und verschwand. Der Verkäufer bat mich, zu warten. Die Kollegin kam nach einer Weile wieder, und wiederum sagte der Verkäufer, ich solle warten. Es dauerte eine Weile und nichts geschah. Ich bin also nochmal zu ihm hin und habe gefragt, ob ich später nochmal vorbei kommen sollte. Nein, ich solle warten. Ich bin also weiter durch die Elektronikabteilung gerannt -übrigens einen Apple iMac Fake-PC gesehen- und nach ca 10min waren dann sowohl Verkäufer wie Kollegin verschwunden. Da bin ich dann auch gegangen. Wie soll ich das deuten? Heißt "bitte warten" soviel wie, "das haben wir nicht, aber ich darf mein Gesicht nicht verlieren, deswegen sag ich es nicht"?? Vielleicht komm ich ja noch dahinter.

Sonne vs Klimaanlage
: Klimaanlagen sind hier ja auch gerne weit unter 20Grad eingestellt - macht einen netten Temperaturunterschied von über 15Grad zwischen drinnen und draussen (quasi wie in meinem alten Qubicle). Als ich mit Laptop im Cafe saß -am Fenster, damit die Sonnen etwas die Klimaanlage kompensieren kann, und ich das Treiben auf der Straße beobachten kann- kam sofort eine nette Kellnerin, die die Vorhänge zuziehen wollte.

Und dann waren wir gestern noch chinesisch Essen. Aber in einem Restaurant, nicht in einer Garküche. Und auch da haben wir uns auf die uns bekannten Tiere und Gemüse reduziert. Gebt uns noch etwas Zeit, bis wir uns an Frosch u.ä. rantrauen.

Bis demnächst...

Donnerstag, 13. Juli 2006

Bad News and Good News

Bad News: blogspot.com scheint in China geblockt zu sein.
Good News: Wie Ihr seht, kann ich trotzdem updates scshreiben.

Zweite Etappe geschafft

Das heißt, wir sind in Chongqing angekommen.

Der Air China Flug von Shanghai nach Chongqing (im Folgenden einfach CQ genannt) war eiskalt. So weit geht meine Liebe für Pinguine dann doch nicht, daß ich mit Wolldecke im Flieger sitzen muß.

Wir flogen die ganzer Zeit über schöne Wolkenformationen; tja bis kurz vor CQ. Dann kam so ein leichter Schleier dazu und selbst unterhalb der Wolkendecke konnte man kaum bis auf die Erde schauen. (Bevor Fragen kommen: Ja, trotz Totalos Egalos hab ich was mitbekommen!) Was man dann aber sah war faszinierend aber auch erschreckend: Landschaftsbau nehem die Chinesen sehr wörtlich und ein Rheinbraun Tagebau macht sich dagegen wie ein Kinderspielplatz aus. Bevor man einen Tunnel für die x-spurige Autobahn baut, baggert man lieber den Hügel ab und füllt woanders ein kleines Tal wieder auf.

Andererseits konnte man vorher auch ein paar nette Straßen erkennen - die "Cabrio-Fahrer" wissen, was ich meine. Weiß aber nicht, ob man dafür nicht besser einen Subaru nimmt!?

Beim Anflug auf CQ wurde einem auch nochmal so richtig die Größe der Stadt bewußt. Einfach riesig!


Vorerst werden wir im Harbour Plaza Hotel wohnen und testen, ob wir uns damit auch auf längere Zeit anfreunden können.

Soviel für heute.

Mittwoch, 12. Juli 2006

Shanghai II

Auf der Fahrt zur medizinischen Untersuchung sind wir durch viele verschiedene Viertel in Shanghai gekommen. Wir sind ca eine Stunde gefahren und haben vom neuen Business District über den alten Business Disctric, Wohnsiedlungen, Hochhaussiedlungen, alten chinesischen Viertel so einiges gesehen. Dabei auch ganz interessante Ecken, die es sich bestimmt mal lohnt zu besuchen. Leider hatte ich keine Kamera dabei :-(

Shanghai ist ja schon ganz gross - wir sind diese gesamte Stunde nur durch Siedlungsgebiet gefahren. Und zum großen Teil Hochhaussiedlungen. Und vor allem haben wir die (noch) typischen Szenen gesehen, wo eine Horde Radfahrer an den Ampeln wartet (naja, meistens auch nicht; die Verkehrsregeln werden sehr "italienisch" ausgelegt).

Von den Automodellen her sind die Europäer weit verbreitet: Der Santana ist DAS Taxi schlechthin. Ansonsten viel, das man kennt: neuer Astra, Jetta, Polo, Focus, Fiesta, Mondeo, ... Meistens in der 4-türigen Stufenheck Version (auch Polo und Fiesta, sehen grauenhaft aus!). Hab noch keinen Renault gesichtet (schnief), aber der neue kleine Nissan sieht quasi aus wie der neue Clio. Von den Edelmarken sieht man nur die Top-Versionen: Mercedes S, BMW 7er, Jaguar XJ (jawoll, "unser" X350). Dazu noch jede Menge Japaner, wo man zwar die Marke kennt, aber die Modelle noch nie bei uns gesehen hat.

Soviel aus Shanghai.

chinesische Effizienz

Für unser Visum mußten wir uns noch hier in China einer Rund-Um-Untersuchung unterziehen. Und die war ein Paradebeispiel für Effizienz:

Nachdem man sich angemeldet hatte und eine freundliche Schwester alle Angaben in einen Rechner getippt hatte, ging es los: Oberteile ausziehen, einen Morgenmantel an und dann Schlag auf Schlag:
-Blut anzapfen
-Oberkörper/Lunge röntgen
-Ultraschalluntersuchung
-Sehtest (Farbtest und Schärfe, wobei nur M und W abgefragt wurden; die Ärztin konnte sogar Deutsch!)
-EKG
-abschliessendes Abhorchen

Done. Das ganze hat keine halbe Stunde gedauert und auf dem Flur wuselten ständig Schwestern umher, die einen sofort zu einem freien Arzt schickten. Außerdem hatte jeder Arzt alle Daten auf einem Bildschirm sofort vor sich! Man hat zwischen zwei Stationen kaum länger als eine Minute gewartet und es waren wohl immer so um 10 Leute gleichzeitig bei so einer "Runde".

Dienstag, 11. Juli 2006

Shanghai



Sind heute in Shanghai angekommen und hatten am Abend ein wenig Zeit, einmal um den Block zu laufen. Die Masse von Neon-Werbung stellt Times Square ja mal locker in den Schatten.

Erste Etappe geschafft

Nachdem die Wohnung nun komplett leer ist und unser Hab-und-Gut auf Seefracht, Luftfracht und Lagerkartons verteilt wurde, haben wir noch ein kurzes Erholungswochenende in der Pfalz eingelegt. Mal sehen, ob die Sachen auch so eintreffen, wie wir es uns dachten. Naja, alles wichtige haben wir ja im Handgepäck: Laptop mit Musik, die Kamera, die Dokumente...


Und diese Zeilen schreibe ich schon in Shanghai - bei 35Grad Aussen- und 20Grad Innentemperatur. Da bekommt man Gefrierbrand, wenn man von draussen in's klimatisierte Hotel reinkommt. Und nach ein Espressi war auch der Jetlag wieder bereinigt. Bilder werden folgen.

Grüße aus China
Nina u Michael

Mittwoch, 5. Juli 2006

Kurze Pause

Hallo Ihr Lieben,

da uns die NetCologne ja schon aus dem WWW geworfen hat und wir mitten im Umzugschaos stecken, gibt es noch kein weiteres update.

Naja, ein kleines gibt es schon...







Seit dem Sommeranfang sind wir nun auch gesetzlich ein trautes Paar.

Liebe Grüße,
Nina und Michael