...was wohl? Als Gegenpol zum Beer Art Festival haben wir gestern am Winemakers Dinner teilgenommen. Vorgestellt wurden 5 Weine von Concho y Toro aus Chile. Begleitet wurde das ganze von einem 6 Gänge Menü, herrvoragend zubereitet vom Koch hier im Hilton. Es war umwerfend lecker.
Damit Euch das Wasser im Mund zusammenläuft:
-Tuna, Red Snapper & Mandarin Fish Japanese Style (incl Wasabi-Eis; fragt nicht, was Mandarin Fish ist - er war zumindest sehr lecker)
-Prawn Tortellini with Tempura
-Tomato Sherbet on Tomato Confit (mit einem fritierten Basilikumblatt)
-Braised Duck Breast Sweet & Sour im Dialog mit Beef Tenderloin with Red Wine Sauce (das war so zart, ach was sage ich: sooo zacht!)
-Cheese Platter (hat Michael getauscht...)
-Blueberry Cherry Parfait w/ Chocolate Decoration
YUMMIE! Und dazu paßten wunderbar die Weine: Sauvignon-Blanc, Chardonnay, Merlot und Cabernet Sauvignon. Für die Insider: den Schneider Sauvignon Blanc konnte er allerdings nicht schlagen. Aber dafür gab es ganz zum Schluß (dagegen hat Michael getauscht) einen Late Harvest Sauvignon Blanc. Der war der Hammer. Und das Schöne, die haben immer nachgeschenkt. (Deswegen der Eintrag heute auch so spät.)
Wir haben natürlich strategisch günstig gesessen: am selben Tisch wie der Winemaker und sein hiesiger Distributor. Mit dem haben wir uns dann ausführlich über Weine in China unterhalten und darüber, was er so alles importiert. So zum Beispiel deutsche Weine von Dr. Loosen und damit auch von Wolf!! Vielleicht kommen wir ja doch noch an ein Forster Ungeheuer hier.
Sonntag, 30. Juli 2006
Samstag, 29. Juli 2006
beer art festival

Richtig gelesen: Hier findet The 3rd Beer Art Festival in Chongqing statt, und das dürfen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es findet im Stadion in der Nähe unseres Hotels statt, und im Nachhinein bin ich froh, daß ich die Kamera nicht dabei hatte. Wir wurden schon gewarnt alte Klamotten anzuziehen. OK, wir also Freitag abend hin und die 20RMB Eintritt pro Person bezahlt.
Am Rand des Stadion (sozusagen auf der Laufbahn) standen die üblichen Essensstände - allerdings hatte das Essen auch schon einen Tag in der Sonne bei 40Grad verbracht! Und hier und da waren Bierstände aufgestellt. Wir uns also ein Bier geholt: es kam im 0,4l Pappbecher und kostete 2RMB. Und es war sogar kalt und schmeckte nicht schlecht.
Auf einer Bühne spielte abwechselnd eine lokale Musikgröße (daher das Art) oder es fand ein Wetttrinken statt. So ganz haben wir es nicht verstanden.

Dann sahen wir aber, was die eigentliche Beschäftigung der Chinesen war: Sich das Bier gegenseitig nachzuschütten. Und als sie die Langnasen entdeckten, war ein gemeinsames Ziel ausgemacht. Innerhalb einer halben Stunde waren die meisten von uns mehr oder weniger durchnaß! Also wurde ein Faß gekauft! Das hatte etwa 20Liter und kostete --- 30RMB!! Also haben wir uns den lokalen Gepflogenheiten angepaßt und auch fleißig ausgeteilt.
Um Zehn war dann aber das Bier alle, und es gab auch keinen Nachschub mehr zu kaufen. Die Chinesen verliessen auch so langsam das Stadion und es herrschte ein großes Taxi-Chaos! Wohlgemerkt: Um 22:00 war alles vorbei, hatte aber erst um 20:00 angefangen.
Wir also in's Hotel und erst mal von den ganz nassen T-Shirts befreit, noch eine Dose Bier eingeworfen, und dann nochmal nach Downtown in den Cotton Club losgezogen. Das ist einer der lokalen Tanzschuppe und abwechselnd legte ein DJ auf oder eine Band coverte bekannte Rocksongs. Sehr gute Mukke und gegen Mitternacht änderte sich das Publikum: mehr und mehr Chinesen verliessen den Club und man konnte immer mehr Westler ausmachen.
Um 1:00 haben wir dann noch die abenteuerliche Taxifahrt in's Hotel angetreten. Man beachte, daß der chinesische Name für das Hilton Hotel etwa klingt wie Sche Ra Ton. Zum Glück gibt es (noch) kein Sheraton hier.
Freitag, 28. Juli 2006
(Un-) Lucky Numbers
Wir planen ja immer noch uns hier SIM Karten für die Handys zuzulegen. Bei der Internet Recherche dazu bin ich auf folgendes gestossen:
Man soll in einen China Mobile Laden gehen und sagt Sim Kah während man auf das Handy zeigt. Dann bekommt man eine Liste von Telefonnummern vorgelegt und sucht sich daraus eine aus. Der Preis variiert je nach Nummer. Nummern mit vielen Achten sind sehr teuer, weil die Acht als Glückszahl gilt; während Nummern, die auf Vier enden, ungern genommen werden. Die Vier am Ende wird anscheinend ähnlich wie "Tod" ausgesprochen und das bringt wohl Unglück.
Da ist uns dann auch folgendes aufgefallen:
-Im Hotel gibt es die Stockwerke 14, 24 und 34 nicht.
-Es gibt keine Zimmernummern, die auf Vier enden, nach 1203 kommt 1205.
Man soll in einen China Mobile Laden gehen und sagt Sim Kah während man auf das Handy zeigt. Dann bekommt man eine Liste von Telefonnummern vorgelegt und sucht sich daraus eine aus. Der Preis variiert je nach Nummer. Nummern mit vielen Achten sind sehr teuer, weil die Acht als Glückszahl gilt; während Nummern, die auf Vier enden, ungern genommen werden. Die Vier am Ende wird anscheinend ähnlich wie "Tod" ausgesprochen und das bringt wohl Unglück.
Da ist uns dann auch folgendes aufgefallen:
-Im Hotel gibt es die Stockwerke 14, 24 und 34 nicht.
-Es gibt keine Zimmernummern, die auf Vier enden, nach 1203 kommt 1205.
Richtigstellung
Vielleicht muss ich ein paar Sachen noch erklären / richtig stellen:
-Die China Daily ist eine englisch-sprachige Tageszeitung. Von daher mußte ich noch nix aus dem Chinesischen übersetzen.
-Das Pew Research Centre (pewresearch.org) ist ein Meinungsforschungsinstitut aus den USA (woher auch sonst), das besagte Studie angefertigt hat: http://pewresearch.org/reports/index.php?ReportID=36
-Bloggern ist nichts beim Volleyball sondern ein Schlag beim hier wesentlich beliebteren Tischtennis: Der Ball kommt so garade auf die Tischkante und "bloggt" dann einfach unerreichbar auf den Boden!
-Die E-Mail Adresse "die-genossen.de" bekommt man nicht automatisch mit dem Visum für China.
-Ich hab mehrere Rückmeldungen bekommen, daß es mittlerweile auch zu Hause Count-Down-Ampeln gibt.
Mittlerweile sind 22 E-Mails eingetroffen.
-Die China Daily ist eine englisch-sprachige Tageszeitung. Von daher mußte ich noch nix aus dem Chinesischen übersetzen.
-Das Pew Research Centre (pewresearch.org) ist ein Meinungsforschungsinstitut aus den USA (woher auch sonst), das besagte Studie angefertigt hat: http://pewresearch.org/reports/index.php?ReportID=36
-Bloggern ist nichts beim Volleyball sondern ein Schlag beim hier wesentlich beliebteren Tischtennis: Der Ball kommt so garade auf die Tischkante und "bloggt" dann einfach unerreichbar auf den Boden!
-Die E-Mail Adresse "die-genossen.de" bekommt man nicht automatisch mit dem Visum für China.
-Ich hab mehrere Rückmeldungen bekommen, daß es mittlerweile auch zu Hause Count-Down-Ampeln gibt.
Mittlerweile sind 22 E-Mails eingetroffen.
Donnerstag, 27. Juli 2006
Neues aus CQ

Am Straßenrand sitzen oft so"fligende Händler" rum, die alles mögliche Feilbieten: vom alten Comic, über Taschenlampe, Buddha-Figuren, bis hin zum Nagelklipser so ungefähr alles. Ich frag mich nur, ob der Feuerlöscher auch zum Verkauf gedacht ist...

Da es aber an vielen Stellen Garküchen gibt, braucht man ja auch ein Badezimmer irgendwo.

Und statt in einer Zeitung zu inserieren, werden Wohnungen quasi auf der Straße auf Plakatwänden angepriesen:

Und dann die Ampelanlagen:

Man kann die Digitalanzeigen sehen, die wie ein Countdown für die Rot- und Grünphasen runterlaufen. Und auf der großen Tafel rechts wird abwechselnd irgendwelcher Text oder eine Karte mit der Verkehrslage eingeblendet. Das ist mal High-Tech - nicht wie das Parkleitsystem in Kölle!
Und wer denkt, die Busse wären nicht schnell...hier der Gegenbeweis:

(BTW: bisher 9 Leser-Feedbacks bekommen)
Blogging: It's all about me
Moin zusammen,
da schlag ich doch die China Daily heute morgen auf und sehe diesen Artikel über Blogger. Das mußte ich einfach mal in Auszügen zitieren:
usw usw. Ist das nicht toll? Am liebsten würde ich ja jetzt noch ein 6MB großes Bild einfügen. Kommentare bitte an das Pew Research Centre.
Anyway, um mal zu sehen, wieviele Leute hier mitlesen, würde ich gerne um ein kleines Feedback bitten. Wenn jeder, der das hier liest, mir eine kurze E-Mail an diese Adresse (geht wirklich!) schickt, das wäre fantastisch. Auch die Leute, die hier zufällig reingeraten sind. Vielen Dank.
Ich muß jetzt aber mal los und wieder Motive jagen...
da schlag ich doch die China Daily heute morgen auf und sehe diesen Artikel über Blogger. Das mußte ich einfach mal in Auszügen zitieren:
Once hailed as the pioneers of citizen journalism, Internet bloggers are, according to a new survey, mostly self-indulgent diarists interested in one topic above all others: themselves.
Despite the public nature of creating a blog, most bloggers see it as a personal persuit, with 52 per cent saying they do it for themselves rather than for an audience.
As for the size of their audience, nearly half the bloggers said they had no idea how many people read their efforts.
While blogging is a strictly modern hobby or occupation, the survey suggested that tradiional gender habits die hard, with male bloggers still convinced that size matters.
usw usw. Ist das nicht toll? Am liebsten würde ich ja jetzt noch ein 6MB großes Bild einfügen. Kommentare bitte an das Pew Research Centre.
Anyway, um mal zu sehen, wieviele Leute hier mitlesen, würde ich gerne um ein kleines Feedback bitten. Wenn jeder, der das hier liest, mir eine kurze E-Mail an diese Adresse (geht wirklich!) schickt, das wäre fantastisch. Auch die Leute, die hier zufällig reingeraten sind. Vielen Dank.
Ich muß jetzt aber mal los und wieder Motive jagen...
Mittwoch, 26. Juli 2006
Schön durchatmen!

Nur ein kleines Bild als Beispiel für die umwerfend gute Luft und 1a-Fernsicht. Das obere Bild ist von vor ein paar Tagen und das untere gerade heute morgen aufgenommen. Im Winter kann man oft erst gar nicht so weit sehen und der Nebel wird so dick, daß man kaum über die Straße gucken kann.
Ach ja, hatte ich erwähnt, daß ich noch gar keine Probleme mit Heuschnupfen hier hatte?!
Dienstag, 25. Juli 2006
"Wolle Rose kaufen..."
...wird man ja bei uns oft gefragt. (Gibt's hier übrigens auch!) Und hier kommt noch eine Verdienstmöglichkeit dazu: Geht man auf irgendeinen sehenswerten Platz / vor ein interessantes Gebäude, kommen sofort die Fotografen angestürmt und wollen einen ablichten. Sie haben sogar Beispielfotos in der Hand, die einen letztendlich von der Qualität ihrer Fotokünste "überzeugen". (Übrigens ähnlich gut wie Coelln Coloer!) Meistens hilft da ein müdes Lächeln und ein "DAS ist doch keine Kamera," Griff in den Rucksack und die Spiegelreflex rausholen, "DAS ist eine Kamera!". OK, ist vielleicht ein wenig asig, aber dann hat man seine Ruhe.
Naja, zumndest bis der Straßenkartenverkäufer kommt. Aber dann zeigt man auf seinen eigenen Plan und winkt ab.
Dann kommt der Getränkeverkäufer und man zeigt dankend auf das mitgebrachte Wasser.
Dann kommt noch der Schuhputzer, dann der Melonen-Mann und von der Seite hupt ein Taxifahrer. Bis man die dann alle abgewimmelt hat, steht auch schon der Bus mitten im Bild! DANKE!
So auch vor der Great Hall, dem Kulturpalast, geschehen (ich hab dann noch gewartet bis der Bus wieder weg war):

Viele Hochhäuser haben ja immer noch was "oben drauf" - so hat man für uns extra eine Karnevalskappe installiert:


Herrlich, oder?
Außerdem gibt es seit gestern wieder ein paar neue Bilder (Link ist rechts in der Leiste unter "Mein Fotoeimer").
Naja, zumndest bis der Straßenkartenverkäufer kommt. Aber dann zeigt man auf seinen eigenen Plan und winkt ab.
Dann kommt der Getränkeverkäufer und man zeigt dankend auf das mitgebrachte Wasser.
Dann kommt noch der Schuhputzer, dann der Melonen-Mann und von der Seite hupt ein Taxifahrer. Bis man die dann alle abgewimmelt hat, steht auch schon der Bus mitten im Bild! DANKE!
So auch vor der Great Hall, dem Kulturpalast, geschehen (ich hab dann noch gewartet bis der Bus wieder weg war):

Viele Hochhäuser haben ja immer noch was "oben drauf" - so hat man für uns extra eine Karnevalskappe installiert:


Herrlich, oder?
Außerdem gibt es seit gestern wieder ein paar neue Bilder (Link ist rechts in der Leiste unter "Mein Fotoeimer").
Lustiges aus der Heimat
Mal ein paar News aus dem Abendland:
Wir hatten ja einen Nachsendeauftrag bei der Post zu Marc und Natalie eingerichtet. Wie die beiden uns mailten, hat die Post uns zu unserem neuen Heim gratuliert und viele Aufkleber mit der neuen Anschrift geschickt. Freundlicherweise hat die Post meinen Namen auch direkt an die Chinesische Aussprache angepasst, und so heiss ich nun
Michael Si Mons Do Bäcker/Simons.
Aber eigentlich kann man über die Post nicht schimpfen, denn wir haben unseren ersten Brief hier erhalten:

Wir hatten uns in Köln ja ordnungsgemäß abgemeldet und das entsprechende Online-Formular ausgefüllt. Dort mußte man eine neue Adresse angeben, und so haben wir einfach mal die Interconti Adresse angegeben. Es waren nur die vier Schriftzeichen neben die Adresse auf dem Umschlag gekritzelt, und der Brief ist in der Tat gestern (24.6.) im Interconti angekommen (Poststempel: 19.6.). Für alle, die es nachmachen wollen: das ist nicht unsere richtige Adresse!
Ich glaube ja, daß die GEZ mitbekommen hat, daß Nina hier WDR2 über's Internet hört... Peter Köder läßt grüßen!
Bei beiden ist bemerkenswert, daß selbst das Ausfüllen von Online-Formularen nicht die korrekte Schreibweise garantiert. Also sitzt doch wieder irgendwo ein armer Hempel, der alles Abtippen muß.
Und zum Abschluß noch einen wundervollen stimmungsvollen (ver-smog-ten) Sonnenaufgang (Farben sind nicht manipuliert):
Wir hatten ja einen Nachsendeauftrag bei der Post zu Marc und Natalie eingerichtet. Wie die beiden uns mailten, hat die Post uns zu unserem neuen Heim gratuliert und viele Aufkleber mit der neuen Anschrift geschickt. Freundlicherweise hat die Post meinen Namen auch direkt an die Chinesische Aussprache angepasst, und so heiss ich nun
Michael Si Mons Do Bäcker/Simons.
Aber eigentlich kann man über die Post nicht schimpfen, denn wir haben unseren ersten Brief hier erhalten:

Wir hatten uns in Köln ja ordnungsgemäß abgemeldet und das entsprechende Online-Formular ausgefüllt. Dort mußte man eine neue Adresse angeben, und so haben wir einfach mal die Interconti Adresse angegeben. Es waren nur die vier Schriftzeichen neben die Adresse auf dem Umschlag gekritzelt, und der Brief ist in der Tat gestern (24.6.) im Interconti angekommen (Poststempel: 19.6.). Für alle, die es nachmachen wollen: das ist nicht unsere richtige Adresse!
Ich glaube ja, daß die GEZ mitbekommen hat, daß Nina hier WDR2 über's Internet hört... Peter Köder läßt grüßen!
Bei beiden ist bemerkenswert, daß selbst das Ausfüllen von Online-Formularen nicht die korrekte Schreibweise garantiert. Also sitzt doch wieder irgendwo ein armer Hempel, der alles Abtippen muß.
Und zum Abschluß noch einen wundervollen stimmungsvollen (ver-smog-ten) Sonnenaufgang (Farben sind nicht manipuliert):
Sonntag, 23. Juli 2006
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