Montag, 1. Oktober 2007

Die Preisverleihung

Mit etwas Verspätung nun der Bericht über die Preisverleihung. Kurz gesagt, es war sehr spassig.

Ich hatte Vatern als Fotograf und Alice, unsere Chinesischlehrerin, als Kulturvermittlerin mitgenommen. Das ganze fand in einem Saal eines Chinesischen Hotels statt, und an den Wänden waren grosse Collagen der Siegerfotos aufgestellt. Dazu lief über einen Beamer eine Präsentation der Bilder.





Dann wurden Reden gehalten. Auf Chinesisch natürlich, sodass die jeweils nochmal übersetzt wurden. Es gab einen Zeremonienmeister, der alle Leute ankündigte. Ich weiss schon gar nicht mehr, wer da alles eine Rede gehalten hat. Aber Alice sagte, dass da immer eine gewisse Hierarchie eingehalten werden muss, und man ja niemanden auslassen darf.

Wir erfuhren, dass 29 Leute aus 13 Ländern teilgenommen hatten, und insgesamt über 400 Bilder eingereicht wurden.

Dann wurden erst alle Preisträger vorgelesen, und anschliessend nach den einzelnen Kategorien auf die Bühne gebeten. Da wurden dann Urkunden verteilt. Für die ersten Plätze wurden die Leute dann nochmal einzeln aufgerufen und geehrt.

Dann wurden noch ein paar Reden gehalten, u. a. vom Britischen Generalkonsul aus Chongqing (siehe Bild, der seine Rede in Chinesisch hielt), und ein paar der Preisträger mussten auch ran. Davor konnte ich mich zum Glück erfolgreich drücken.


Das obligatorische Gruppenbild durfte auch nicht fehlen, und ich glaube ich habe noch nie so viele Kameras (und rote Ringe!) von vorne gesehen.



Die Presse war auch da und hat fleissig Notizen gemacht, und sogar CQTV, das hiesige Fernsehen, war anwesend. Tags drauf war das besagte Gruppenbild auch in der Presse zu finden.

Dann gab es noch ein paar Abschlussreden, und endlich war Zeit für ein wenig Smalltalk. Das lustige war, dass ich von den anwesenden Expats gerade mal drei kannte. Also wurden fleissig Visitenkarten ausgetauscht.

Die Leute vom CQTV wollten dann auch noch Interviews machen, fanden aber die "Location" ungeeignet. Also sollten alle noch in einen anderen Stadtteil gefahren werden, damit die Aufnahmen in einer kleinen Parkanlage gemacht werden können. Leider war das ganze gar nicht organisiert, und so waren natürlich nicht genug Wagen da, die uns alle hätten fahren können. Dazu kann auch noch, dass es gerade 4Uhr war - das ist genau die Zeit, wo die Taxifahrer Schichtwechsel machen und partout keinen mehr fahren wollen. Also mussten wir nochmal 20min warten, bis wir endlich ein freies Taxi fanden. Der Taxifahrer gurkte dann gemütlich in das andere Viertel (sogar ich kenn hier schon bessere Schleichwege!). Und dort wurden wir dann tatsächlich alle noch vor laufender Kamera interviewt.


An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Alice (unsere Chinesischlehrerin) für's Übersetzen und die kulturellen Erklärungen. Und natürlich an den Starfotograf, der alle Bilder des heutigen Eintrages gemacht hat, meinen Dad, der dafür sogar die Yangtze-Kreuzfahrt hat sausen lassen. 谢谢你 (xiexie ni), wie der Chinese sagt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

So ein Jüngelchen ist Generalkonsul, wieso haben wir das nicht gemacht?

Stephan

Andreas hat gesagt…

Gratulation auch von mir!
Die Hochhäuser wurden gedruckt im Originalformat (hoch), gebeamt aber im Querformat - welche Variante hat denn den Preis gewonnen?
:-)

Schnarchhahn hat gesagt…

Das Ende des FröKo und der Beginn einer Karriere als FröFo?